Wissenschaftlicher Geflügelhof des BDRG

Seit der Eröffnung des Wissenschaftlichen Geflügelhofs im Jahr 2004 wird das Ziel verfolgt, Kenntnisse der Biologie des Rassegeflügels zu erarbeiten, um sowohl der biologischen Grundlagenforschung, als auch dem wissenschaftlich begründeten Tierschutz zu dienen. Die dabei im Mittelpunkt stehenden Themenschwerpunkte sind wissenschaftliche Forschung, Öffentlichkeitsarbeit und der Erhalt genetischer Vielfalt. Zum Erhalt der biologischen Diversität wird die Vermehrungszucht vom Aussterben bedrohter Rassen betrieben. Getragen wird die Arbeit des Wissenschaftlichen Geflügelhofes vom Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V. und der Stiftung zur Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung für den Bereich des Rassegeflügels. Neben Wirtschaftsunternehmen, Züchtern und Zuchtverbänden wird die am Wissenschaftlichen Geflügelhof laufende Forschung auch durch den Verein zur Förderung junger Wissenschaftler/-innen in der Rassegeflügelforschung (JUWIRA) gefördert.

In das Forschungskonzept des Wissenschaftlichen Geflügelhofes wirken verschiedene Wissenschaftsbereiche hinein. So ergibt sich ein übergreifender Ansatz aus den eng miteinander verknüpften Bereichen Evolutionsforschung, Domestikationsforschung (Haustierkunde) und Verhaltensforschung. Die Forscher des Wissenschaftlichen Geflügelhofes beschäftigen sich unter anderem mit den Schwerpunkten Sozialverhalten, Kognition, sensomotorische Steuerung und Hirnanatomie bei Hühnern, Enten und Tauben. Ebenso ergeben sich aus der biologische Grundlagenforschung Ansätze zur konstruktiven Auseinandersetzung mit tierschutzrelevanten Fragestellungen, die nach wissenschaftlichen Standards vor Ort bearbeitet werden. Zu diesem Zwecke werden unter anderem universitäre Lehrveranstaltungen angeboten. Ergebnisse von Projekten und Forschung werden außerdem in Form von Präsentationen, Vorträgen und Publikationen dargestellt.

Der Wissenschaftliche Geflügelhof ist Mitglied im Kompetenznetzwerk Nutztierforschung (KONN).

Projekte