Das Projekt wurde zur Optimierung von Züchtungsverfahren für komplexe Merkmale und insbesondere von Merkmalen der Fitness und Gesundheit unter Nutzung der funktionellen Genomanalyse durchgeführt. Beide Arbeitsgruppen BO1 (Schellander) und BO2 (Sauerwein) verwendeten für ihre Arbeit die phänotypischen Daten der Bonner F2-DuPi Ressource Familie.
Dabei handelt es sich um eine reziproke Kreuzung zwischen einer fleischbetonten Rasse (Pietrain) und einer robust orientierten Rasse (Duroc). Die erste Aufgabe der Gruppe BO1 war das Festhalten von phänotypischen Daten in Bezug auf den Schlachtkörper, das Wachstum sowie für Merkmale der Beinschwäche (LW).
Die Arbeitsgruppe BO2 hingegen war für die Sammlung von pathohistologischen Phänotypen verantwortlich. Ziel beider Gruppen war es, Kandidatengene für relevante Merkmale des Beinschwächensyndroms im Schwein zu finden. Dafür wurde durch die Arbeitsgruppe BO1 eine QTL-Studie für LW-relevante Merkmale, einschließlich Fundament- und Klauenmerkmale, Merkmale für OC und Knochendichte, in einer Duroc x Pietrain Ressource Population durchgeführt. Des Weiteren wurde nach Polymorphen Varianten (SNPs) in den Kandidatengenen gesucht und nach ihrer Assoziation mit LW relevanten Merkmalen in der DuPi Ressource Population.
Kontakt
Prof. Dr. Karl Schellander
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Institut für Tierwissenschaften
Abteilung Tierzucht und Tierhaltung
Endenicher Allee 15
53115 Bonn
Prof. Dr. Dr. Helga Sauerwein
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Institut für Tierwissenschaften
Abteilung Physiologie und Hygiene
Katzenburgweg 7-9
53115 Bonn
