SocialLab Deutschland: Nutztierhaltung im Spiegel der Gesellschaft

Handlungsfelder

  • Konzeptvorschläge zur Erfassung von Tierwohl–Indikatoren und Zuchtmerkmalen
  • Verbesserung des Wohlbefindens des Tieres, des Gesundheits- und Hygienestatus von Betrieben

Die gesellschaftlichen Vorstellungen und die moderne landwirtschaftliche Praxis liegen teils weit auseinander, aus diesem Grund wird in der öffentlichen Diskussion die Haltung von Nutztieren zunehmend kritisch hinterfragt. Somit ist das abgeleitete Ziel dieses Projektes, die bestehende Kritik an der Nutztierhaltung seitens der Gesellschaft differenziert zu durchdringen und Wege für eine Verbesserung der Nutztierhaltung aus Sicht der Gesellschaft aufzuzeigen. Entwickelt werden soll ein gemeinsames Verständnis zum Verhältnis von Mensch und Tier.

Einbezogen in das Projekt sind die Rinderhaltung, die Schweinehaltung und die Geflügelhaltung.

Im Forschungsverbund kombinieren die beteiligten Wissenschaftler innovative Methoden, mit denen sie die Akzeptanz und Wahrnehmung der Nutztierhaltung aus dem Blickwinkel unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen wie Verbraucher, Landwirte oder Handelsunternehmen zeitnah analysieren. Die Aktivitäten der Marktteilnehmer sowie die Gestaltungsmaßnahmen der Politik sollen anhand kommender Ergebnisse so ausgerichtet werden, dass die Nutztierhaltung messbar verbessert wird. Handel und Landwirte werden in die Lage versetzt, auf die Ansprüche der gesellschaftlichen Gruppen besser einzugehen und neue Produkte auf der Grundlage innovativer Haltungsverfahren zu etablieren.

Das Projekt gliedert sich in vier Arbeitsbereiche, welche sich mit folgenden Fragen darstellen lassen:

1. Wie nimmt die Gesellschaft die Tierhaltung wahr und welche Anforderungen lassen sich daraus ableiten?
2. Wie wird die Tierhaltung in den Medien und von Nichtregierungsorganisationen dargestellt?
3. Wie beurteilen die verschiedenen Akteure die Möglichkeiten und Grenzen, Produkte mit strengeren Tierschutzstandards am Markt zu etablieren?
4. Wie lassen sich die Ansprüche der Verbraucher an die Haltungsverfahren in der Praxis umsetzen?

Forschungsnetzwerk NRW-Agrar