Gesunde Tiere – gesunde Lebensmittel

Handlungsfelder

  • Verbesserung des Wohlbefindens des Tieres, des Gesundheits- und Hygienestatus von Betrieben
  • Verbesserung der Beratung in der Bestandsbetreuung
  • Reduktion des Arzneimitteleinsatzes und Verbesserung der Fütterung

Im Vordergrund des NRW – Cluster Projekts „Gesunde Tiere – gesunde Lebensmittel“ steht die Sicherung und Verbesserung der Qualität des Lebensmittels Schweinefleisch auf allen Erzeugungs- und Verarbeitungsstufen. Etabliert werden soll ein Beratungssystem in der Schweinehaltung, um die Tiergesundheit zu verbessern, den Medikamenteneinsatz zu reduzieren und die Lebensmittelsicherheit zu erhöhen. Unterstützt wird das Beratungssystem durch datenbankgestützte Vernetzung stufenübergreifender Informationen und durch die Entwicklung eines Marketingkonzeptes.

Interessierte Betriebe sollten möglichst Mitglied im Erzeugerring Westfalen, erfolgreich und zukunftsorientiert sein. An dem Projekt beteiligten sich 43 Landwirte, davon 23 Ferkelerzeuger, sowie 18 Tierarztpraxen. Das Projekt gliedert sich in folgende Abschnitte: Hygienecheck, Screening, Sektion, Befundnahme, Klimamessungen, Datenmanagement und Marketingkonzept.

Hygienecheck: Neben einem Hygiene – Workshop für Schweinehalter, wurden die teilnehmenden Betriebe anhand ihres Hygienestatus in Kategorien eingestuft, um individuelle Verbesserungsvorschläge entwickeln zu können. Screening: Eine Diagnose der Tiergesundheit auf den beteiligten Betrieben erfolgten durch den Schweinegesundheitsdienst und dem Erzeugerring Westfalen. Kot- und Blutproben wurden untersucht auf Salmonellen, Campylobaker, PRRS, Circovirus, PIA, APP und / oder Illeitis. Sektion: Tiere mit ungeklärter Krankheits- und Todesursache wurden seziert. In Verbindung mit Sektionen wurden eine bakteriologische Untersuchung und ein Antikörperresistenztest durchgeführt. Befundnahme: Klimamessungen: Der Erzeugerring Westfalen misst die Luftgeschwindigkeit, die Luftverteilung im Abteil und die Langzeitklimadaten Temperatur, Luftfeuchtigkeit, NH3 und CO2. Datenmanagement: Damit der Landwirt schnell und einfach erkennen kann, wo seine Probleme liegen, laufen die erhobenen Daten zusammen in eine Datenbank. Marketingkonzept: In diesem Konzept soll sowohl auf den Lebensmitteleinzelhandel wie auch auf die Verbraucher eingegangen werden. Inhaltlich stehen die Kompetenz der heimischen Schweinehalter und die Tiergesundheit im Fokus.

Mit diesem Projekt wurde modellhaft ein innovatives Beratungskonzept entwickelt. Ergebnisse der engen Zusammenarbeit von Ferkelerzeugern, Mästern, Hoftierärzten, dem Schweinegesundheitsdienst und den Beratern des Erzeugerrings Westfalen sind die nachhaltige Verbesserung der Tiergesundheit auf den teilnehmenden Betrieben und die Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes. Das weiterführende Ziel ist es, dieses Beratungssystem zu einem breit aufgestellten Tiergesundheitssystem zu entwickeln.