Fin-Q.NRW: Forschungsnetzwerk Innovation durch Qualitätskommunikation – Teilprojekt B

Handlungsfelder

  • Verzicht auf mit Schmerzen verbundene Eingriffe am Tier
  • Verbesserung des Wohlbefindens des Tieres, des Gesundheits- und Hygienestatus von Betrieben

Aufgrund der steigenden Markt- und Exportchancen Nordrhein-Westfälischer Unternehmen der Fleischwirtschaft sind in den letzten Jahren die Anforderungen gewachsen. Auch der Abstimmungsbedarf zwischen allen Beteiligten der fleischerzeugenden Kette nahm stetig zu. Darüber hinaus verlangen Verbraucher und der Lebensmitteleinzelhandel zunehmend den Nachweis und Garantien, dass Tierschutz-, Tiergesundheits- und Lebensmittelsicherheits-Standards eingehalten werden.

Vor diesem Hintergrund war die vorrangigste Herausforderung hinter den Forschungsaktivitäten des FIN-Q-Konsortiums, durch Kommunikation einen Konsens über gemeinsame Maßnahmen zu finden.

Erstmals in Deutschland standen für alle Beteiligten die Herausforderungen, wie Verzicht auf die Kastration von Ferkeln und das Kupieren von Schwänzen sowie die Reduktion des Antibiotikaeinsatzes im Vordergrund der Unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit. Klar war, dass keine einzelnen technischen, sondern vor allem gemeinsam getragene Systeminnovationen die Branche weiterbringen würden.

In drei komplementären Arbeitspaketen mit sechs gemeinsamen Projektteams wurden die Voraussetzungen für drei Vorgehensmodelle geschaffen, welche die Qualitätskommunikation zwischen den genannten unterschiedlichen Interessensgruppen erleichtern und damit ihre Innovationskraft stärken: Ein Simulationsmodell zur Abschätzung von Aufwand und Nutzen der Integration von Onlinemessungen zur Erfassung von Gesundheits-, Geruchs-, und Frischeparametern in Sortierprozessen der Schlacht- und Verarbeitungsstufe. Ein Planungsmodell zur Bewertung von Handlungsalternativen bei der Organisation von überbetrieblichen Informations- und Kommunikationssystemen zur Unterstützung risikoorientierter, stufenübergreifender Prüfstrategien in Zulieferketten. Ein Ablaufmodell zu systematischen Erfassung und Gegenüberstellung von Corporate Social Responsibility Anforderungen (CSR) der Stakeholder sowie CSR-Dimensionen in bereits bestehenden Qualitätsmanagementsystemen.

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