Demonstrationsvorhaben zur Sanierung Ia – MRSA – positiver Schweinebestände zum Schutz der Landwirte, Mitarbeiter und Verbraucher

Handlungsfelder

  • Verbesserung des Wohlbefindens des Tieres, des Gesundheits- und Hygienestatus von Betrieben

Eine Strategie zur aktiven Reduzierung von MRSA wurde bisher noch nicht erstellt und experimentell belegt. Somit besteht weiterhin die Gefahr, dass über weitere Antibiotikagaben die Prävalenz multiresistenter Erreger zunehmen kann. Das in diesem Projekt vorliegende Demonstrationsvorhaben soll erstmalig die Möglichkeit eröffnen, aktiv die Existenz und Ausbreitung bzw. Weiterentwicklung von multiresistenten Keimen zu reduzieren.

Eine Möglichkeit zur Reduktion multiresistenter Keime stellt die Elimination dieser Erreger dar. Im Fall von MRSA kann dies über Dekolonisationstherapien beim Menschen, der Umgebungsbehandlung und im Fall der tierhaltenden Betriebe über die Dekolonisation der MRSA – Trägertiere erfolgen. Bisher waren die Versuche zur Dekolonisation MRSA – positiver Personen, die in schweinehaltenden Betrieben hauptsächlich arbeiten, nicht erfolgreich, da diese Personen über positive MRSA – Trägertiere bzw. die Stallumgebung laufend neu besiedelt werden.

Wissenschaftlich – strategisch sind zwei Hauptschritte denkbar:

• Zuerst sollte eine MRSA – Dekontamination der Stallungen inklusive aller Gerätschaften erfolgen, damit sich neu einzustallende MRSA – negativen Tiere nicht besiedeln lassen; in diesem Schritt erfolgt ebenso die Dekolonisation MRSA – positiver humaner Träger
• Im zweiten Schritt wird eine Dekolonisation MRSA – positiver Trägertiere vorgenommen

Zur Verbesserung der umwelt- und standortgerechten Tierhaltung in NRW soll in diesem Demonstrationsvorhaben die Umsetzung des ersten Schrittes in Praxisbetrieben vollzogen werden. Übergeordnetes Ziel ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, mit dem sich Stallungen und Gerätschaften dekontaminieren lassen, sodass sich MRSA – negative Personen und neu einzustallende Tiere nicht mit MRSA besiedeln lassen können.