Allianzen für Informations- und Dienstleistungs-Agenturen zur horizontalen Bündelung von Koordinationsaufgaben im Qualitäts-, Gesundheits- und Risikomanagement der Fleischwirtschaft (AIDA)

Handlungsfelder

  • Verbesserung des Wohlbefindens des Tieres, des Gesundheits- und Hygienestatus von Betrieben

Das Verbundvorhaben AIDA diente dazu, die Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Innovationskraft von Viehverwertungsgenossenschaften (VVG) und Erzeugergemeinschaften (EZG) zu verbessern. Durch die Entwicklung technischer und organisatorischer Konzepte in der Aufbau- und Ablauforganisation überbetrieblicher Qualitäts-, Gesundheits- und Risikomanagementsysteme von Zulieferketten der Fleischwirtschaft erhielten die VVGs und EZGs erstmals weiterreichende Kompetenzen. Sie wurden zu einer Art Netzwerkintegratoren im Lieferantenmanagement von Schlachtunternehmen, was ihre Wettbewerbsposition entscheidend stärkt.

1. Organisationsinnovationen: Die von den beiden kooperierenden Hochschularbeitsgruppen der Universitäten Bonn und Göttingen entwickelten Modelle führen zur Veränderung in der Aufbau- und Ablauforganisation bei untereinander kooperierenden VVGs und EZGs. In deren Folge kann das gemeinsame Dienstleistungsangebot gegenüber den Tierhaltern, aber auch den Schlachthöfen, verbessert werden. Es ist ein strukturell-organisatorisches Rahmenkonzept für die Etablierung von Dienstleistungsagenturen in der Fleischwirtschaft entwickelt worden.

Hieraus sind neue Dienstleistungsangebote in den Bereichen der qualitätsorientierten Anreiz- und Entlohnungssysteme für Lieferanten, des Qualitätsmarketings und der Verkaufsförderung sowie der Wertschöpfungskoordination und des Geschäftsbeziehungsmanagements mit Blick auf ein verbessertes überbetriebliches Gesundheitsmanagement entstanden. Damit verbunden ist auch die Übernahme von mehr Verantwortung der VVG- und EZG-Verbünde für die Sicherheit der gesamten Wertschöpfungskette.

2. Technische Innovationen: Diese entstanden aus einem wissenschaftlich erarbeiteten Konzept zur Nutzung webbasierter Datawarehouse-Lösungen für den unternehmensübergreifenden Datenaustausch und das kettenorientierte Qualitäts- und Risikomanagement ab. Abgestimmt auf die organisatorischen Veränderungen in den beteiligten Erzeugergemeinschaften war die im Projekt entwickelte Software die Grundlage für das Kommunikationssystem der neu gegründeten bundesweiten TIGA e.G. Tiergesundheitsagentur.

Die EZGs und VVGs sind über das Projekt AIDA in die Lage versetzt worden, die Rolle von Netzwerkintegratoren im Lieferantenmanagement von Schlachtunternehmen zu übernehmen. Auf diese Weise tragen sie über ihre bisherige Großhandelsfunktion hinaus zur Wettbewerbsfähigkeit der Fleisch erzeugenden Ketten bei. Während der Projektlaufzeit erfolgte eine bundesweite Standardisierung von Monitoringverfahren zur Ermittlung des Gesundheitsstatus von Schweinebetrieben.

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