CLA-Wirkungen auf die Körperfettdepots der Milchkuh: adipogene und inflammatorische Signale

Handlungsfelder

  • Verbesserung des Wohlbefindens des Tieres, des Gesundheits- und Hygienestatus von Betrieben
  • Reduktion des Arzneimitteleinsatzes und Verbesserung der Fütterung

Im Fokus des Teilprojekts steht die Bildung und Sekretion von Adipokinen aus dem Fettgewebe, welches durch CLA-Gabe indirekt durch die Nährstoffumverteilung und direkt durch Wirkungen auf die Adipocyten betroffen ist. Adipokine sind Cytokine, die im Fettgewebe gebildet werden; sie üben im gesamten Organismus wichtige metabolische, endokrine und immunologische Wirkungen aus und entfalten im Fettgewebe auto- bzw. parakrine Wirkungen. Die Genexpression verschiedener Adipokine und Rezeptoren wird hinsichtlich der CLA-Effekte aber auch mit Blick auf die Veränderungen im Laktationsverlauf untersucht. Weil das Fettgewebe nicht als ein funktionell homogenes Gewebe betrachtet werden kann, werden Biopsien des subkutanen Fetts und Proben aus zwei weiteren visceralen Depots analysiert. Zwei Adipokine (Leptin und Adiponectin), die in engem Zusammenhang mit der Insulinsensitivität stehen, werden auf Proteinebene im Blut erfasst. Sowohl für die o.g. Studien als auch für das Phänomen der Makrophageninfiltration in das Fettgewebe sind beim Wiederkäuer keine Daten verfügbar, weshalb zudem histologische Untersuchungen an den verschiedenen Fettdepots vorgesehen sind.

Um einzelne Adipokine auch auf Ebene des Proteins zu untersuchen und deren Lokalisation den einzelnen, im Fettgewebe vorhandenen Zelltypen zuordnen zu können, werden diese immunhistochemisch in den genannten Fettdepots erfasst. Die Ergebnisse tragen zu einer verbesserten Einschätzung und umfassenden Beurteilung der CLA-Effekte hinsichtlich der Tiergesundheit gerade bei langfristiger Applikation an Milchkühe bei und schaffen zudem Grundlagen zur regulatorischen Bedeutung des Fettgewebes beim Wiederkäuer.

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