Aktuelle Veranstaltungen

Expertenworkshop "Früherkennung von Stoffwechselstörungen bei Milchkühen durch Elektronikeinsatz"
23. September 2010, Landwirtschaftszentrum Hause Düsse, Ostinghausen, 59505 Bad Sassendorf

Viele zukunftsorientierte Milchviehhalter haben in den letzten Jahren ihre Tierbestände aufgestockt oder beabsichtigen, bald eine Bestandsvergrößerung durchzuführen. Die durchschnittliche Herdengröße ist hierdurch in Deutschland stark angestiegen, wobei in Tierbeständen über 200 Kühen davon auszugehen ist, dass ohne Fremdarbeitskräfte die Arbeit nicht mehr von einem Familienbetrieb zu bewältigen ist.
Aus dieser Situation ergibt sich die Notwendigkeit, elektronische Informationssysteme einzusetzen, die bereits in vielen Milchviehherden in den unterschiedlichen Bereichen Einzug gefunden haben. Die elektronische Tieridentifizierung ist eine Schlüsseltechnologie, die sehr viele Anwendungen erst ermöglicht hat. In sehr frühen Entwicklungen standen die Fruchtbarkeit und die klassischen Melkparameter im Vordergrund (z. B. Gemelksmenge, Milchfluss). Derzeit konzentrieren sich die Entwicklungen auf die Früherkennung von Stoffwechselstörungen.
Diese Entwicklung soll vom Forschungsnetzwerk NRW zum Anlass genommen werden, den aktuellen Stand des Wissens zum elektronischen Sensoreinsatz und zur PC-gestützten Dateninterpretation in einem Workshop zu diskutieren und den aktuellen Handlungsbedarf für Forschung und Beratung zu formulieren.

Programm

Expertenworkshop "Emissionsminderung Tierhaltung - Klimarelevante Gase und Bioaerosole"
29. und 30. Juni 2010, Andreas Hermes Akademie, Bonn Röttgen

Klimarelevante Gase und die Bioaerosole zählen zu den Emissionen aus Tierställen, die zwar noch keinen gesetzlichen Auflagen unterliegen, aber im Genehmigungsverfahren häufig diskutiert werden. Durch die öffentliche Diskussion um den Klimawandel haben die „Treibhausgase“ nicht nur bei Industrievorhaben eine hohe Beachtung erlangt. Auch die Tierhaltung ist in die Kritik geraten. Dabei werden besonders der Ausstoß von Methan (CH4) und Lachgas (N2O) betrachtet, weil beide Gase eine deutlich stärkere Wirkung als Kohlendioxid (CO2) haben. Das Thema wird auch über die Medien und den Handel fokussiert, weil „Carbon Footprints“, also die Klimawirkung der Produkte, zukünftig bei Kaufentscheidungen berücksichtigt werden sollen. Bioaerosole sind Feinstäube, die biologischen Ursprung sind und eine gesundheitsschädigende Wirkung auf Tiere und Menschen haben können. Besonders diese Stoffgruppe wird in Genehmigungsverfahren sehr emotional diskutiert, weil Anwohner Ängste vor eigenen Infektionsrisiken haben bzw. vor möglichen Erkrankungen ihrer Tiere. Somit geht es nicht nur um Abstände zwischen Stall und Anwohnern, sondern auch um die Abstände zwischen verschiedenen Ställen. Ziel des Workshops ist die Versachlichung der Diskussion im Genehmigungsverfahren durch die Veranschaulichung verschiedener Perspektiven.

Programm

Expertenworkshop "Systematik des Risikomanagements in der Landwirtschaft"
19. und 11. März 2010, Landwirtschaftszentrum Hause Düsse, Ostinghausen, 59505 Bad Sassendorf

Das Forschungsnetzwerk NRW-Agrar veranstaltet gemeinsam mit dem Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" am 10. und 11. März 2010 im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, Bad Sassendorf einen Expertenworkshop zum Thema "Systematik des Risikomanagements in der Landwirtschaft". Ziel des Workshops ist die Entwicklung einer Konzeption für einen Leitfaden Risikomanagement in der Landwirtschaft. Dabei sollen die einzelnen Schritte der Risikoanalyse durchleuchtet werden:

  •  Risiken erkennen und quantifizieren,
  •  Instrumente analysieren und bewerten,
  •  Entscheidungsfindung und Kontrolle.

Programm

Expertenworkshop "Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel"
Donnerstag, 19. November 2009, Seminarraum Institut für Geodäsie und Geoinformation, Professur für Städtebau und Bodenordnung, Nussallee 1, Bonn


Klima und Landwirtschaft sind schon immer eng miteinander verbunden. Qualität und Höhe des Ertrags sind in erster Linie von günstigen Temperaturen und Niederschlägen abhängig. Darüber hinaus können Extremwetterereignisse wie Hagel, Sturm, Dürre oder Starkregen Ackerkulturen zerstören und zu Ernteeinbußen führen. Die zu erwartenden Klimaänderungen werden die Landwirtschaft unmittelbar betreffen. Auch indirekt beeinflusst der Klimawandel die landwirtschaftliche Produktion, da bei voraussichtlich steigenden Temperaturen und einer erhöhten Luftfeuchtigkeit die Gefährdung durch Krankheitserreger steigt.
Selbst wenn wir es schaffen, die Treibhausgasemissionen in den nächsten Jahren drastisch zu reduzieren: eine weitere globale Erwärmung gilt als sicher. Daher sind Maßnahmen zur Anpassung an die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels zwingend erforderlich. Anpassung bedeutet in diesem Zusammenhang, sich ergebende Chancen zu nutzen und die Risiken und Schäden der Auswirkungen des Klimawandels zu verringern.
Einerseits wird die Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen von den zu erwartenden Klimaänderungen voraussichtlich profitieren, denn wärmere Temperaturen und eine damit verbundene längere Vegetationsperiode können bei ausreichender Wasserverfügbarkeit zu Ertragssteigerungen führen. Andererseits kann es in Regionen, in denen die Böden eine geringe Wasserspeicherkapazität haben, zu Ertragsrückgängen kommen. Auch das infolge von Starkniederschlägen zunehmende Erosionsrisiko kann zu erheblichen Schäden führen. Generell kann es bei geänderten klimatischen Bedingungen zu einer deutlichen Verschiebung der Anbauzonen kommen.
Als Betroffene des Klimawandels muss die Landwirtschaft reagieren und sich an die verändernden Bedingungen anpassen. Der Workshop diskutiert aktuelle Erkenntnisse zu möglichen Folgen des Klimawandels für die Landwirtschaft in NRW, zeigt klimarelevanten Wirkungsketten aus den Bereichen „Produktionstechnik“, „Umwelt“ und „Ökonomische Konsequenzen“ auf und entwickelt Anpassungsoptionen.

Programm

Expertenworkshop "Emissionsminderung Tierhaltung - Ammoniak und Stäube"
28. und 29. September 2009, Andreas Hermes Akademie, Bonn Röttgen und Institut für Landtechnik, Universität Bonn


Wenn es um Emissionen aus der Tierhaltung geht, wird derzeit über die Themenbereiche Gerüche, Ammoniak, Stäube und neuerdings auch klimarelevante Gase (insbesondere Methan) diskutiert. Damit die Diskussion nicht zu breit wird, befasst sich dieser Workshop zunächst mit den Emissionen von Stickstoff (bzw. Ammoniak) und Stäuben. Zu diesen Bereichen liegen bereits einige Ergebnisse und Forschungsarbeiten vor, die in dem Workshop vorgestellt und diskutiert werden sollen. Insbesondere zum Ammoniak gibt es viele Untersuchungen und Zahlen, die auch eine Kosten/Nutzen-Betrachtung von Minderungsmaßnahmen zulassen. Zudem sollen durch die Veranstaltung die einzelnen Akteure, die z.B. auch im Rahmen von Genehmigungsverfahren zusammenarbeiten, zusammengeführt werden.

Programm

24. Wissenschaftliche Fachtagung "Biogaserzeugung in NRW - Rahmenbedingungen, Fortschritte und Perspektiven"
27. Januar 2009; Hörsaal 11, Endenicher Allee 15, 53115 Bonn


Durch die Novellierung des Erneuerbaren-Energien- Gesetzes (EEG) in 2004 wurden in Deutschland die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Bau von Biogasanlagen grundlegend verbessert. Günstige Vergütungssätze für den eingespeisten Strom und preiswerte Nachwachsende Rohstoffe haben dazu geführt, dass mittlerweile rund 3 900 Biogasanlagen, davon ca. 260 in NRW, betrieben werden. Infolge der in 2007/2008 stark gestiegenen Kosten für landwirtschaftliche Rohstoffe hat sich der Anlagenzuwachs in den zurückliegenden Monaten deutlich abgeschwächt.
Mit den zum 01. Januar 2009 erneut veränderten Vergütungssätzen für Strom und auch für die Kraft- Wärme-Kopplung wird wieder von einem Wachstum in der Branche ausgegangen. Insbesondere bei Kleinanlagen mit einem verstärkten Gülleeinsatz und auch bei großen Anlagen mit Gasaufbereitung oder Direkteinspeisung in das Erdgasnetz werden Zuwächse erwartet.
Die Fachtagung soll über die politischen Rahmenbedingungen der Biogasproduktion in Nordrhein- Westfalen informieren und Biomassepotenziale und deren Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen. An Beispielen werden pflanzenbauliche Produktionspotenziale dargestellt. Darüber hinaus werden Umweltwirkungen der Biogasproduktion diskutiert sowie Techniken und Verfahren der Herstellung erläutert. Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine ökonomische Betrachtung der Thematik.
Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Wissenschaftler, als auch an Fachberater und Vertreter der landwirtschaftlichen Praxis.

Programm

Veranstaltungen in vergangener Zeit

 

Expertenworkshop "Systematik der Betriebsplanung"
28./29 Februar 2008, Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, Bad Sassendorf

Die Informationsplattform "wirtschaftliche und soziale Fragen" des  Forschungsnetzwerk NRW-Agrar veranstaltet am 28. und 29. Februar 2008 im Landwirtchaftszentrum Haus Düsse, Bad Sassendorf einen Expertenworkshop zum Thema "Systematik der Betriebsplanung". Der Workshop besteht aus zwei Teilen. Zum einen geht es darum, existierende, EDV-basierte Lösungen vorzustellen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Frage welche Anforderungen aus theoretischer Sicht (Wissenschaftler), Anwendersicht (Berater) und aus Sicht der Landwirte an solche Programme gestellt werden. Hierbei sollen die Vor- und Nachteile der einzelnen Programme diskutiert werden. Ziel des Workshops soll es sein, ein "Pflichtenheft" mit den Anforderungen, die an die Planungsinstrumente gestellt werden müssen, zu erstellen.

Programm

 

Workshop "Landbewirtschaftung und Klimawandel - Wirkungen und Rückwirkungen"
22./23. November 2007, Bonn

Landbewirtschaftung und Klimawandel sind unmittelbar miteinander verbunden. Auf der einen Seite ist die Landwirtschaft die Hauptquelle der Treibhausgase Methan und Distickstoffoxid. Andererseits ist sie besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen. Eine dritte Rolle der Landwirtschaft ist, dass sie durch die Produktion nachwachsender Rohstoffe und durch Bioenergieerzeugung zum Klimaschutz beitragen kann. Der Workshop diskutiert die Folgen des Klimawandels auf die Landwirtschaft, stellt aber auch den Einfluss der Landwirtschaft auf den Klimawandel dar. Ziel ist es, zukünftige Forschungsschwerpunkte zu identifizieren. Der Workshop wurde initiiert vom Forschungsnetzwerk NRW-Agrar. Dieses besteht aus den NRW-Ministerien für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, der Universität Bonn, der Fachhochschule Südwestfalen und der Landwirtschaftskammer NRW. Ziel des Netzwerkes ist es, die Zusammenarbeit in der Agrarforschung zu fördern und einen schnellen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis und Beratung zu gewährleisten.

Programm

 

22. Wissenschaftliche Fachtagung "Bioenergieerzeugung in NRW - Chancen und Perspektiven"
14. Juni 2007; Audimax, Hochschulcampus Fachhochschule Südwestfalen, Soest


Die weltweite Energienutzung hat sich in den letzten 30 Jahren um 90 % erhöht und zeigt bei wachsender Weltbevölkerung und Wachstum der Volkswirtschaften weiterhin steigende Tendenz. Da die fossilen Ressourcen begrenzt sind und deren Nutzung mit Versorgungs- und Preisrisiken verbunden sind, kommt der Erschließung erneuerbarer Energieträger aus heimischer Produktion eine besondere Bedeutung zu. Die Transformation von Biomasse in Form von elektrischer und thermischer Energie ist eine Zukunftsaufgabe, die gleichzeitig den Klimaaspekt berücksichtigt. Die Biomassestrategie der Landesregierung zeigt Entwicklungspotentiale für erneuerbare Energien auf und formuliert Handlungsfelder und Maßnahmen. Die Fachtagung „Bioenergieerzeugung in NRW“ wird den Gesamtkomplex vom Produzenten bis zum Verbraucher ansprechen und Entwicklungslinien aufzeigen. Die Veranstaltung wurde initiiert vom Forschungsnetzwerk NRW-Agrar. Das Netzwerk, bestehend aus den Ministerien für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, der Universität Bonn, der Fachhochschule Südwestfalen und der Landwirtschaftskammer NRW, wurde 2006 mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit in der Agrarforschung zu vertiefen und einen schnellen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis zu gewährleisten. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an Fachberater und Vertreter aus der landwirtschaftlichen Praxis.

Programm